Umbau altes Reihenhaus im Riegelbau

Eingangsseite Südseite mit Kollektoren

Brüttenerstrasse
Effretikon

Zürcher Flarzhaus neu renoviert.


Baujahr:
2007

NWF 191 m2
Investitionskosten ohne Landerwerb Fr.800'000

Adresse:
Brüttenerstrasse 12
8407 Effretikon

Bauherrschaft:
M. Graf und E. Hildebrand

Verantwortlich Planung und Ausführung:
Doris Müller-Thür
mueller@arba-bioplan.ch


Lehmoberflächen im Wohnbereich


Küche



Detail im Bad


Das alte Riegelhaus steht im alten Dorfkern von Effretikon. Ein Teil des Flarzhauses (typisches Zürcher Reihenhaus) wurde sanft und materialgerecht renoviert sowie energiemässig auf neusten Stand gebracht (hoher Minergiestandard).

Aussenhülle: Sumpfkalk und Holzschalung
Aussenwände: Bestehende Riegelbauwände (ausgemauert) sind aussen mit Sumpfkalk fresco mit Erdpigmenten verputzt.
Aufbau der neuen Wandteile: aussen Holzschalung Fichte roh, Massivholz-Rahmenbau mit Schafwoll-Wärmedämmung, Lehmdeckputz auf Schilfrohrmatten innen.

Dach und Boden: Die alten Biberschwanz-Ziegel wurden wieder verwendet, einfache Deckung auf neuem Unterdach. Wärmedämmung mit Schafwolle im Bereich des Estrichbodens.
Gegen das Erdreich sind die nicht unterkellerten Räume mit Schaumglasschotter isoliert.

Innenausbau: Mit Lehm verputzt
Innenwände: Alle Wandoberflächen sind mit Lehmputzen in verschiedenen Erdfarben verputzt.

Bodenbeläge: Sandstein-Bodenplatten, grossformatig, in Splitt verlegt. Antike Massivholzriemen in Tanne und Eiche, geölt. Wiedereinbau alter Tonplatten, geölt.

Fenster, Türen und Treppen: IV-EV Heimatschutzfenster, Massivholz geölt. Sämtliche Türen aus der Bauteilbörse, Massivholztüren z.T. aus dem alten Haus. Massivholztreppen in Tanne und Eiche, geölt.

Küche: Massivholz, Fronten Buche, Innenteile Fichte, geölt.
Bad: Oberflächen Tadelakt (Kalkglanzputz mit mineralischen Pigmenten). Alte Füsschen-Badewanne, Dusche ausgekleidet mit Feinsteinzeug-Keramikplatten und mit Glaswand.

Energiekonzept
Die Pelletsheizung ist für 2 benachbarte Wohneinheiten auf 10 kW Wärmebedarf ausgelegt. 11 m2 Warmwasser-Kollektoren ergänzen den Warmwasserbedarf der beiden Häuser.
Wärmeverteilung, Strahlungswärme: Ein alter Kachelofen aus dem 19.Jh., neu aufgesetzt und Wandheizungsrohre im Lehmgrundputz verlegt. Eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Süddach wurde für später eingeplant.

 

Diese Seite drucken